Grobkonzept

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Das Grobkonzept dient dazu, frühzeitig festzulegen welche Bauteile die Funktion der Luftdichtheit übernehmen sollen, den Verlauf festzulegen und die Details im Gebäude zu markieren, bei denen später, im Rahmen der Detailplanung, eine ausführlichere Planung der Ausführung erfolgen muss.

1.1.1 Einleitung/ Vorwort

In der Einleitung werden die allgemeinen Gründe für luftdichtes Bauen kurz und für den Bauherrn verständlich erläutert:

  • Schutz vor Feuchtigkeitseintrag in die Konstruktion
  • Behaglichkeit (Zugfreiheit)
  • Schutz vor Geruchs- oder Schallübertragung (z. B. Nachbarwohnungen im MFH)
  • Energieeinsparung
  • Funktion von Lüftungsanlagen

Wichtig ist eine Erläuterung, dass das Grobkonzept nur ein Teil des gesamten Luftdichtheitskonzepts ist. Es sollten die notwendigen weiteren Schritte benannt und Angaben zu den dafür Verantwortlichen gemacht werden.

1.1.2 Angaben zum Bauvorhaben

Allgemeine Beschreibung des Bauvorhabens/ der Maßnahme im modernisierten Zustand:

  • Energetische Randbedingungen
  • Anforderungen
  • Gebäudetechnik (Heizung, Lüftung etc.)
  • Haustechnik (Dunstabzug, Trockner, Katzenklappe etc.)
  • Der individuell vereinbarte Zielwert für die Gebäudedichtheit

Der individuell zu vereinbarende Zielwert für die Gebäudedichtheit darf die Grenzwerte der EnEV bzw. KfW nicht überschreiten.

Wird eine Dichtheitsprüfung erst beim fertiggestellten Gebäude durchgeführt, kann die korrekte Ausführung der Dichtheitsebene nicht mehr kontrolliert werden. Die Einhaltung von Grenzwerten bedingt nicht immer eine ordnungsgemäß ausgeführte Gebäudehülle. Aus diesem Grund wird eine Sichtprüfung oder eine Messung der Luftdichtheit in der Rohbauphase zur Qualitätssicherung empfohlen.

1.1.3 Dichtheit der Flächen

Alle Materialien, die die luftdichte Ebene des Gebäudes in der Fläche bilden, werden inkl. der räumlichen Zuordnung festgelegt.

  • Allgemein formulierte Textblöcke in Bezug auf die Luftdichtheit, die je nach Bedarf verwendet werden – Beton, Mauerwerksbau mit Putz, Holzbau mit OSB usw.
  • Boden, Wand, Dach, Durchdringungen

In der Fläche als luftdicht geltende Materialien sind z. B.:

  • verputztes Mauerwerk
  • Betonbauteile nach DIN 1045-2
  • Luftdichtheitsbahnen aus Kunststoff, Elastomer, Bitumen und Papierwerkstoffen
  • Plattenmaterialien wie Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Faserzementplatten, Bleche und Holzwerkstoffplatten

In der Fläche als nicht luftdicht geltende Materialien sind z. B.:

  • unverputzte poröse Weichfaserplatten und unverputzte haufwerksporige Leichtbetonbauteile
  • Nut-Feder-Schalungen

1.1.4 Verlauf der Luftdichtheitsschicht in Schnitten und Grundrissen

Die luftdichte Ebene wird durch das gesamte Gebäude definiert:

  • Schnitte durch das Gebäude in allen relevanten Richtungen • Luftdichte Ebene als rote Linie
  • In der Regel ist die Luftdichtheitsschicht raumseitig der Dämmebene anzuordnen.
  • Der Wechsel der Luftdichtheitsebene in Konstruktionen, z. B. ein Verspringen von außen nach innen, ist nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Die Anzahl der Durchdringungen der Luftdichtheitsebene ist gering zu halten.
  • Die Länge von Fugen und Anschlüssen ist auf das notwendige Maß zu minimieren.
  • relevante Details als rote Kreise
  • Nummerierung der relevanten Details
  • Für alle relevanten Details werden beispielhafte Prinzipskizzen beigelegt, auch wenn sie derzeit noch nicht ausgeführt werden. Die Prinzipskizzen können eine sehr grobe, schematische Darstellung haben, z. B. auch Handskizzen.
  • Auch wenn nur Teilbereiche erneuert werden, muss man schon jetzt definieren, wie der weitere Verlauf für später zu erneuernde Bauteile erfolgt.

Um den Verlauf der Luftdichtheitsschicht zu zeigen, werden in der Regel neben den Grundrissen mindestens 2 Schnitte benötigt.

1.1.5 Relevante Details

Relevante Details bezeichnen Schnittstellen in der Gebäudehülle, die detailliert geplant werden müssen. Sie werden in den Grundrissen und Schnitten gekennzeichnet und für das Grobkonzept als Prinzipskizzen mit einer allgemeinen Ausführungsbeschreibung aufgelistet. Hierbei können beispielhafte Lösungen unserer Datenbank entnommen werden.

Sie müssen ggf. für das konkrete Bauvorhaben ergänzt werden. Als relevante Details können z. B. auch Handskizzen oder Bestandsfotos herangezogen werden. Der Bereich des luftdichten Anschlusses ist zu kennzeichnen. Auch Fotos und Produktbilder können zur Darstellung herangezogen werden.

1.1.6 Allgemeine Hinweise

Hier wird abschließend erläutert, was Bestandteil des vorliegenden Grobkonzepts ist und was noch gesondert erstellt werden muss.

  • Das Grobkonzept ist die Grundlage für die noch folgende Detailplanung. In der Detailplanung werden die Materialien und die Ausführung der im Grobkonzept definierten relevanten Details festgelegt.
  • Nach der Planung sind die weiteren Schritte des Luftdichtheitskonzepts:
    • Ausschreibung und Vergabe
    • Gewerkeübergreifendes Koordinierungsgespräch
    • Überprüfung der Ausführung

Prinzipskizzen

Hinweis: Die Prinzipskizzen können – unter Angabe der Quelle – frei genutzt werden.

 

Außenwände: Innenputz

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Wände: Elektroleitungen

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Kamine

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Vorwandinstallationen und Installationsschächte

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Fenster und Türen allgemein

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Zusätzlich bei Türen und bodentiefen Fenstern

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Dachstuhl: luftdichte Schicht innen

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Dachflächen- und Gaubenfenster

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Rohrdurchführungen

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Leitungsdurchführungen

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Dachstuhl: konstruktionsbedingte Durchdringungen

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Innenwände im Dachgeschoss

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